Startseite > Fundstücke vom Wegesrand > i > ich brauche einen Stein

Vivaldis Violinen im Ohr blicke ich auf den Stein, der immer griffbereit auf meinem Schreibtisch liegt.
Bequem passt er in meine Handfläche.
Auf der einen Seite abgerundet, sanft anschmiegsam – die andere Seite abgebrochen mit scharfen Kanten und rauen Flächen.
Bewusst wurde er ausgesucht, am Ufer des für mich bedeutenden Flusses und ausgewählt, Stolperstein für stressige Zeiten und überflüssige Anspannung zu sein.
Die Gedanken, die sich an ihm brechen, waren zu lang und sind in kleinen Stückchen viel leichter zu verdauen.
So einen Stein braucht es im Leben.
Manchmal ist es auch ein Mensch.