Psalm I

Herr,
warum hast Du mich mit dieser Last gesegnet?
Durch graue Wüsten und dunkle Täler
hast Du mich geführt,
um Dich zu finden.
Du hast mich zu Dir gezogen, Vater,
mich in Deinen Mantel gehüllt
und mit allem gerüstet was notwendig war.
Meine Glieder schmerzten vom steinigen Weg
mein Kopf war müde und schwer
und Traurigkeit wohnte in meinem Herzen.
Ich war von Dir getrennt
und wusste nicht, warum.
Doch Du hast mir die Augen geöffnet,
mein Herz vom Dunkel befreit
und mit Freude gefüllt.
Du hast meine Wunden versorgt
und meine Gedanken zu Dir gewendet.
Nun hältst Du mich liebevoll umschlungen
ganz nah bei Dir geborgen
ich spüre Deinen Herzschlag
und Deinen starken Arm, der mich hält und schützt.
Nun erkenne ich die Schuld
die ich trage,
die Sünde der Generationen.
Du willst mich gebrauchen,
damit das Böse an Macht verliert.
Ich will Dir die Last anvertrauen,
sie benennen und bezeugen,
damit Du sie vernichten kannst.
Lass mich als Ganzes Dir dienen, mein Vater.
Zeig mir Deinen Willen und Deinen Plan
was mit mir werden soll, wenn dieses Werk vollbracht ist.
Forme mich nach Deiner Idee.
Mein Herr und Vater,
Du hast den Tod besiegt und mir Deine Liebe erwiesen.
Du bist stark und mächtig, zärtlich und voller Freude.
Mit Gedanken, Worten und Werken bringe ich Dir mein Lob
und freue mich an Deiner Gegenwart aus tiefstem Herzen und mit meiner ganzen Seele.
Du hast mich befreit.
Mein Dank gilt Dir auf ewig,
mein Leben ist Dein von Anfang an bis über den Tod hinaus.
AMEN