Startseite > unterwegs > das Schloss I > Gottes Garten IV

Gottes Garten IV

der junge Trieb
des Lebens Stamm
verwurzelt fest in Dir
durchzieht die Seele
nährt das Herz
ist Kraft und Hoffnung mir

sein Grün so neu
die Blüten frisch
die Rinde glänzt vom Regen
Frucht und Blätter
sollen sein
mir und der Welt zum Segen

doch wilde Kraft
stürmt voller Hass
bedrängt den zarten Trieb
und voller Schmerz
schreit auf mein Blut
erbebt bei jedem Hieb

dunkle Last
umfängt das Holz
mit hässlichem Gesicht
Wunden beißend
Kräfte saugend
bis der Baum zerbricht

doch hat es nur
den Stamm getroffen
der hoch zu wachsen strebte
die Wurzeln blieben
hielten stand
auch als die Erde bebte

so schenk mir Zeit
halt fest mein Leben
lass heilen alle Wunden
dann sprießt schon bald
ein neuer Trieb
ganz eng mit Dir verbunden